Arbeitsmarkt - Integration - Mobilität (AIM)

Leitung: Prof. Dr. Martin Brussig

Die Forschungsabteilung befasst sich mit der Mobilität auf dem Arbeitsmarkt. Es werden die unterschiedlichen Formen der Übergänge im Arbeitsmarkt und ihre Folgen für die Beschäftigungsfähigkeit, die Erwerbschancen und die soziale Sicherung untersucht. Wechsel in, aus und innerhalb von Erwerbstätigkeit werden individuell vollzogen, sind aber institutionell geprägt und je nach institutionellem Rahmen auch unterschiedlich risikoreich. Ein Schwerpunkt der Forschungsabteilung liegt – auch im internationalen Vergleich – auf der Analyse institutioneller Rahmenbedingungen. Chancen und Risiken am Arbeitsmarkt werden durch die Arbeitsmarktpolitik geprägt. Für die Arbeit der Forschungsabteilung ist eine kritische Auseinandersetzung mit der aktivierenden Arbeitsmarktpolitik charakteristisch.

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Arbeitszeit und Arbeitsorganisation (AZAO)

Leitung: Prof. Dr. Thomas Haipeter

Die Forschungsabteilung AZAO untersucht die Gestaltung, Organisation und Regulierung von Arbeit und Arbeitszeit. Fluchtpunkt der Analysen ist die Stärkung sozial und wirtschaftlich nachhaltiger Arbeitsbedingungen. Die Abteilung sucht nach Chancen, die Handlungsressourcen der Beschäftigten zu verbessern, das individuelle Arbeitsvermögen zu erhalten und weiterzuentwickeln sowie das gesellschaftliche Beschäftigungspotenzial zu nutzen und zu fördern. Auf der Ebene Betrieb und Unternehmen werden Probleme und Möglichkeiten einer gesundheitsverträglichen und lernförderlichen Gestaltung und Regulierung der Arbeitsbedingungen insbesondere unter den Vorzeichen digitaler Technologien untersucht. Auf der Mesoebene des Tarifsystems werden die Arbeitsregulierung und ihre Akteure im Spannungsfeld von Erosion und Erneuerung in den Blick genommen. Auf der Makroebene von Staat und Gesellschaft schließlich werden arbeitspolitisch bedeutsame soziale Institutionen und staatliche Regulierungen analysiert.

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Bildung und Erziehung im Strukturwandel (BEST)

Leitung: Prof. Dr. Sybille Stöbe-Blossey

Das Bildungs- und Erziehungssystem ist mit einem doppelten Strukturwandel konfrontiert: Einerseits wird es als Schlüsselfaktor gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung betrachtet; Bildung und Erziehung sollen Wettbewerbsfähigkeit ebenso wie sozialen Zusammenhalt und individuelle Teilhabe stärken, zur Bewältigung der demografischen Herausforderungen beitragen und Voraussetzungen für die Nutzung von Potenzialen der Digitalisierung schaffen. Andererseits muss sich dafür das System selbst kontinuierlich verändern – im Hinblick auf seine Governance-Strukturen, die Angebots- und Organisationsentwicklung sowie die Qualifikation und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Vor diesem Hintergrund befasst sich die Abteilung mit der Kette lebenslangen Lernens.

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Flexibilität und Sicherheit (FLEX)

Leitung: Dr. Claudia Weinkopf

Untersucht wird, welche Faktoren Veränderungen in der Arbeitswelt beeinflussen und wo Gestaltungsoptionen für eine neue Balance zwischen Flexibilitätsanforderungen und sozialem Ausgleich liegen. Das Spannungsverhältnis von Flexibilität und Sicherheit ist ein fruchtbarer Zugang für empirische Forschungsfragen zur Entwicklung von Beschäftigungssystemen wie auch eine normative Kategorie, mit der Veränderungen von institutionellen und betrieblichen Rahmenbedingungen sowie deren Wirkungen erfasst und bewertet werden können. Von besonderem Interesse sind hierbei Hintergründe und Auswirkungen der Zunahme von Niedriglöhnen und prekärer Beschäftigung sowie Ansatzpunkte für bessere Arbeitsbedingungen auf unterschiedlichen Ebenen (Betriebe, Branchen, Institutionen).

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