Kurzporträt der Forschungsabteilung

Vor dem Hintergrund langfristiger gesellschaftlicher Herausforderungen untersucht die Abteilung AIM Mobilität auf dem Arbeitsmarkt, deren institutionelle Prägung und deren Folgen für Erwerbschancen, gesellschaftliche Teilhabe und soziale Sicherung von Männern und Frauen im erwerbsfähigen Alter. Von besonderem Interesse sind Risikogruppen des Arbeitsmarktes, wie Ältere, Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen sowie Zugewanderte und deren Nachkommen. Ein Schwerpunkt der Forschungsarbeiten liegt auf internationalen Vergleichen der Auswirkungen unterschiedlicher institutioneller Rahmenbedingungen und Organisationsformen von Arbeitsmarktsozialpolitik.

Die Forschungsabteilung stützt sich auf folgende Kernkompetenzen:

  1. umfangreiche Kenntnisse in der Arbeitsmarktpolitik, die sowohl die Evaluation von arbeitsmarktpolitischen Instrumenten als auch die Analyse der Governance umfassen,

  2. fundiertes Wissen zur differenzierenden Wirkung institutioneller Anreize und ihrer Reformen auf individuelle Altersübergänge,

  3. langjährige Erfahrungen in der Analyse der mittel- und langfristigen Dynamik von Arbeitsmärkten,

  4. die Fähigkeit zur Weiterentwicklung aktueller Konzepte und das Hinterfragen allgemein geteilter Auffassungen in den wissenschaftlichen arbeitsmarkt- und sozialpolitischen Diskursen.

Die Kombination von quantitativen Analysen im Längs- und Querschnittsvergleich mit der qualitativen Untersuchung von Institutionen und Handlungsmustern ist die methodische Stärke der Forschungsabteilung. Wo dies für unsere Arbeit sinnvoll erscheint, arbeiten wir mit Kolleginnen und Kollegen der Universität Duisburg-Essen, insbesondere der Fakultät für Gesellschaftswissenschaften, dem Profilschwerpunkt „Wandel der Gegenwartsgesellschaften“ und dem im Aufbau befindlichen UDE-Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (InZentIm) zusammen und kooperieren mit anderen Instituten. Die Ergebnisse unserer Arbeit sind in erster Linie empirische Studien und konzeptionelle Beiträge in Form wissenschaftlicher Veröffentlichungen sowie Gutachten und Gestaltungsvorschläge, mit denen wir uns an wissenschaftlichen Diskussionen beteiligen und Auftraggeber aus Politik, Gewerkschaften und Verbänden beraten.

Die Forschungsabteilung entwickelt damit traditionelle Themen und Kompetenzen weiter. In der Programmperiode 2017 bis 2019 sollen neue Akzente insbesondere durch eine erweiterte Perspektive auf die Arbeitsmarktpolitik gesetzt werden, die verstärkt erwerbsbezogene soziale Dienstleistungen umfasst sowie durch eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Konzept der sozialen Teilhabe.