Der demographische Wandel dringt in die Betriebe vor
Doch Beschäftigung jenseits von 60 Jahren hat weiterhin geringe Bedeutung
Martin Brussig / Sascha Wojtkowski
Auf einen Blick...
- Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland
ist von 1999 bis 2006 von ca. 29 Millionen auf ca. 26 Millionen Personen gesunken,
die der 50- bis 64-jährigen Beschäftigten jedoch von 5,2 Millionen
auf 5,9 Millionen gestiegen. Entsprechend hat der Anteil der älteren
Beschäftigten an allen Beschäftigten von 17,9 auf 22,7 Prozent zugenommen.
- Besonders stark war die Zunahme der Beschäftigung von 50- bis 54-Jährigen.
Hier spielen demographische Gründe eine wichtige Rolle, denn die geburtenstarken
Jahrgänge des Nachkriegs-Babybooms wachsen zunehmend in die betrachteten
Altersgruppen hinein.
- Deutlich zugenommen hat auch die Beschäftigung von 60- bis 64-Jährigen,
weil ein wachsender Teil der Beschäftigten - insbesondere Männer
- den Erwerbsaustritt aufschiebt. Dennoch bleibt der Beschäftigtenanteil
der über 60-Jährigen niedrig, da die Steigerung von einem sehr geringen
Niveau ausgeht.
- Die Beschäftigtenanteile Älterer sind in allen Branchen gestiegen,
wobei sich Unterschiede zwischen Branchen kaum verringert haben. Im öffentlichen
Dienst (öffentliche Verwaltung, Erziehung und Unterricht, Interessenvertretung
und Kultur) werden überdurchschnittlich viele Ältere beschäftigt,
in der Bauwirtschaft und im Gastgewerbe hingegen wenig.
- Die Anzahl der älteren Mitarbeiter/innen ist besonders in mittelgroßen
Betrieben (50 bis 499 Beschäftigte) gestiegen, in Großbetrieben
ab 500 Beschäftigten stagniert sie. In diesen beiden Größenklassen
ist der Anteil der älteren Beschäftigten an allen Beschäftigten
größer als in Kleinbetrieben, doch auch in Kleinbetrieben ist die
Anzahl und mehr noch der Anteil älterer Beschäftigter gewachsen.
Quelldaten zum Herunterladen: Grafiken der Beschäftigtenstatistiken


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