DUAL


Die Zahl dualer Studienangebote in Deutschland steigt kontinuierlich in den vergangenen Jahren an und hat in einigen Fächern bereits einen Anteil von etwa 10% erreicht. Der Ausbau gestaltet sich allerdings nicht nur rein quantitativ, sondern auch das Fächerspektrum erweitert sich zusehends. Überwiegend sind es zwar mit etwa jeweils 40% immer noch die wirtschafts- und ingenieurwissenschaftlichen Studienfächer, die auch dual studiert werden können, gleichzeitig erweitert sich darüber hinaus das Fächerspektrum, momentan insbesondere im Gesundheits- und Sozialbereich. Mit diesem Angebot reagieren die Hochschulen auf einen steigenden Bedarf sowohl auf Seiten der Jugendlichen als auch auf Seiten der beteiligten Betriebe, die mit diesen doppelt qualifizierten Absolventen ihren Fachkräftebedarf in den nächsten Jahren auf hohem Niveau decken wollen.

Entsprechend dem Ausbau dieser hybriden Ausbildungsform, die zur Durchlässigkeit zwischen der beruflichen und der akademischen Bildung – den beiden zentralen Säulen des deutschen Bildungssystems – beiträgt, werden duale Studiengänge zunehmend auch in wissenschaftlichen Forschungen thematisiert. Das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) an der Universität Duisburg-Essen beschäftigt sich mit dieser Studienform in drei empirisch angelegten Forschungsprojekten. Die erste, im Auftrag des BMBF zwischen 2010 und 2013 durchgeführte Studie stellte die Entwicklungsbedingungen, Strukturen sowie Kooperationen ausbildungsintegrierender dualer Studiengänge in den Mittelpunkt des Erkenntnisinteresses. Die Ergebnisse werden in einer 2015 erscheinenden Buchveröffentlichung präsentiert.

Zwei weitere, zu Beginn 2015 gestartete Forschungsprojekte des IAQ beschäftigen sich mit der Frage nach dem Verbleib der Absolventen dualer Studiengänge sowie dem Stellenwert dieser spezifischen Ausbildungsgruppe für die betriebliche Personalplanung und - entwicklung. Gefördert werden diese Projekte durch die Chemie-Stiftung Sozialpartner-Akademie (CSSA) und die Hans-Böckler-Stiftung (HBS).