Doppeljahrgang – Quo vadis?

Übergangsverläufe des Abiturjahrgangs 2013

Brigitte Micheel und Sybille Stöbe-Blossey

Auf den Punkt ...

  • Zwischen den Übergangsverläufen und Zukunftsperspektiven von jungen Menschen, die ihr Abitur in einem acht- oder neunjährigen Bildungsgang erworben haben, lassen sich in der Befragung keine Unterschiede identifizieren.

  • Kritik am G8-Modell wird in der Befragung vor allem mit einer erhöhten zeitlichen Belastung während der Schulzeit begründet. Diese Problematik wird allerdings von ehemaligen G9er/inne/n wesentlich ausgeprägter vorgetragen als von den G8er/inne/n selbst.

  • Negativ wird der bisherige Bildungsweg nach dem Abitur vor allem von Befragten bewertet, die ihre aktuelle Studien- oder Ausbildungssituation als unbefriedigend empfinden. Die zusätzlichen Erfahrungen durch „Umwege“ werden hingegen überwiegend positiv betrachtet.

  • Die Kommunikation mit den Eltern spielt für den Prozess der Orientierung eine große Rolle. Finanzielle Restriktionen sind weniger für die grundsätzliche Entscheidung für oder gegen ein Studium von Bedeutung als für die Auswahlmöglichkeiten, die vor allem durch hohe Wohnkosten beschränkt werden.

  • Die Berufs- und Studienorientierung in der Oberstufe ist ausbaufähig. Dabei kommt es vor allem darauf an, Konzepte zu entwickeln, die den individuell sehr unterschiedlichen Bedürfnissen der Schüler/innen gerecht werden.