Familienzentren – Ergebnisse einer kommunalen Analyse

Stefan Drathen, Ansgar Mertens, Brigitte Micheel, Sybille Stöbe-Blossey und Celina Stromski

Auf den Punkt ...

  • Im Rahmen eines städtischen Gesamtkonzepts zur Bildung von trägerübergreifenden Verbund-Familienzentren konnten sich in der untersuchten Kommune fast alle Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren weiterentwickeln und halten nun ein breites, sozialraumorientiertes Angebot zur Unterstützung von Kindern und Familien bereit.
  • Die zentrale Wirkung des städtischen Entwicklungsprozesses besteht darin, dass das Leitbild des Familienzentrums in der Kommune auf breiter Basis verankert ist. Die Entwicklung familienorientierter Leistungen wird von den meisten befragten Kita-Leitungen als Bereicherung empfunden.
  • Für die Organisation sehen sich die Kita-Leitungen in erster Linie selbst verantwortlich; die Einbeziehung der Kita-Teams ist in einigen Einrichtungen noch ausbaufähig. Die multiprofessionelle Kooperation im lokalen Netzwerk und die Zusammenarbeit mit den Partner-Einrichtungen im Verbund kosten Zeit, werden aber überwiegend als Gewinn bewertet.
  • Zum Gelingen des Entwicklungsprozesses hat eine Koordinierungsstelle wesentlich beigetragen, die die Einrichtungen kontinuierlich fachlich begleitet und damit die Umsetzung der kommunalen Zielvorgaben auf der operativen Ebene unterstützt.