Hochqualifiziert zugewandert – und dann?
Angebote, Nutzung und Entwicklungsbedarfe der Nach- und Weiterqualifizierung zugewanderter Akademiker_innen

Ute Klammer, Alexandra Graevskaia und Matthias Knuth

Auf den Punkt ...

  • Unter den nach Deutschland Zugewanderten befindet sich ein großer Anteil Hochqualifizierter. Sie finden in Deutschland oft keine bildungsadäquate Beschäftigung.
  • Bisher existieren an deutschen Hochschulen nur wenige Programme der Nach- und Weiterqualifizierung für diese Zielgruppe. Die Projektergebnisse belegen, dass diese Programme für die Teilnehmenden Chancen auf eine verbesserte Arbeitsmarktintegration bieten.
  • Die Programme reichen jedoch quantitativ nicht aus und sind mit strukturellen Problemen behaftet. So sind sie regional verstreut und überwiegend temporärer Natur. Angesichts der demographischen Entwicklung sind ein Ausbau und eine Verstetigung entsprechender Qualifizierungsangebote vonnöten.
  • Als gravierendes Problem erweist sich die Finanzierung des Lebensunterhalts während einer Programmteilnahme. Priorität sollte eine Reform des BAföG haben, die den Lebens- und Bildungswegen von Zugewanderten besser Rechnung trägt. Stipendienprogramme sollten hinsichtlich ihrer Zugangskriterien überprüft und bewusst für die Zielgruppe geöffnet werden.