Zur Zukunft des Normalarbeitsverhältnisses

Gerhard Bosch

Kurz gefasst

  • Das traditionelle deutsche Normalarbeitsverhältnis garantierte bei Vollzeitarbeit und Kündigungsschutz hohe soziale Sicherheit. Seine Erosion lässt sich nur aufhalten, wenn es modernisiert wird.
  • Die Arbeitswelt muss flexibler werden, damit Frauen und Männer gleichermaßen Beruf und Familienaufgaben vereinbaren können, aber auch, damit die Unternehmen flexibler agieren können.  
  • Aufgabe der Politik und der Tarifpartner ist es, die Barrieren flexibler Arbeitszeiten abzubauen und bei gesellschaftlich wichtigen Aufgaben wie Kindererziehung, Pflege, Weiterbildung auch die Einkommensverluste von Erwerbsunterbrechungen oder Arbeitszeitverkürzungen auszugleichen.
  • Ein neues flexibles Normalarbeitsverhältnis braucht sozialverträgliche Arbeitszeitmodelle, die einen Ausgleich zwischen den Bedürfnissen der Beschäftigten und betrieblichen Anforderungen finden.