Verbundvorhaben "Zielgruppenorientiertes Übergangsmanagement" - Leitung und Koordinierung des Gesamtvorhabens, Leitung und Umsetzung des Übergangsfeldes "Kindergarten-Schule" (ZÜM)
Ziel und Aufgabenstellung
Übergänge in der Bildungs- und Berufsbiographie sind für das
Individuum in der Regel mit Übergängen zwischen verschiedenen Institutionen
verbunden. Ziel des Leitvorhabens "Zielgruppenorientiertes Übergangsmanagement"
ist die Entwicklung und Verbreitung von umfassenden und integrierten Modellen
zum Management von Übergängen in der Bildungs- und Berufsbiographie.
Dabei sollen vier Phasen des Übergangs spezifiziert behandelt werden:
Kindergarten - Schule
Schule - Erwerbsleben
Wiedereinstieg ins Bildungs- und Beschäftigungssystem
Älter werdende Gesellschaft
Die einzelnen Modelle, die auf diese vier Phasen ausgerichtet sind, sollen aufeinander
Bezug nehmend betrachtet werden. Auf diese Weise soll ein Gesamtkonzept entstehen,
das lebenslanges Lernen begleitet und individuelle Verantwortung aktiviert sowie
durch öffentliche Verantwortung unterstützt. Angesichts der Handlungspotenziale,
die in einer Vernetzung von Akteuren liegen, geht es in dem Leitvorhaben nicht
um singuläre Ansätze, sondern um Strategien und Modelllösungen,
die auf Vernetzung basieren.
Das Leitvorhaben "Zielgruppenorientiertes Übergangsmanagement"
steht im Kontext des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und
vom Sozialfonds der Europäischen Union geförderten Programms "Lernende
Regionen - Förderung von Netzwerken". Inhaltlich ordnet es sich in
die Idee der "Lernenden Regionen" ein: Die Region wird als Referenzrahmen
für Lernen betrachtet, und für die Analyse und Entwicklung von Lösungspfaden
werden regionale Steuerungspotenziale in den Mittelpunkt gestellt.
Das Leitvorhaben wird in Kooperation mit der Universität Hildesheim (Prof.
Dr. Wolfgang Schröer), die für die Übergangsbereiche B und C
zuständig ist, und dem Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (fbb, Nürnberg),
das den Bereich D bearbeitet, durchgeführt. BEST bearbeitet den Bereich
A und hat die Gesamtkoordination übernommen.
Vorgehen
Das Leitvorhaben basiert auf der Auswertung von Evaluationsberichten, der Auswertung
und Weiterentwicklung von Beispielen guter Praxis, die in den "Lernenden
Regionen" entstanden sind, dem Erfahrungsaustausch mit Akteuren in den
Lernenden Regionen in Workshops bzw. in der bereits bestehenden Entwicklungsgruppe
sowie einer Modellrecherche zu Fragen von Übergängen. Damit trägt
das Leitvorhaben zum einen zur Bündelung und zum Transfer von Erfahrungen
bei, die in den "Lernenden Regionen" gesammelt wurden. Darüber
hinaus wird durch die systematische Analyse und Modellentwicklung neues Anwendungs-
und Orientierungswissen generiert, das künftig sowohl in den "Lernenden
Regionen" genutzt werden kann und somit zu der Nachhaltigkeit ihrer Strukturen
beiträgt als auch in andere Regionen zu tranferieren ist. Unterstützt
werden soll dieser Transfer durch die Erarbeitung von konkreten Modellen und
darauf bezogenen Handreichungen sowie durch eine im Projekt zu erarbeitende
Strategie für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit.