Erstellung einer Expertise zum Thema Kombilöhne (Kombi)
Ziel und Aufgabenstellung
Im Mittelpunkt der Expertise, die im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES)
erstellt wurde, stand eine systematische Aufarbeitung der bisherigen Erfahrungen
mit Kombilöhnen und der aktuellen Vorschläge zur Einführung weiterer
Kombilohn-Ansätze. Darüber hinaus wurde analysiert, welche Möglichkeiten
einer Kombination von Kombi- und Mindestlöhnen grundsätzlich bestehen
und welche spezifischen Vor- und Nachteile die verschiedenen Varianten haben.
Nicht zuletzt wurde der Frage nachgegangen, welche verschiedenen Leistungen
und Regelungen im Steuer- und Transfersystem berücksichtigt werden müssen,
um Kombilöhne - wie im Koalitionsvertrag der Bundesregierung angekündigt
- so auszugestalten, dass Brüche möglichst vermieden werden.
Vorgehen
Die Expertise basiert auf einer systematischen Auswertung von vorliegenden
Studien und Evaluationsberichten, Presseartikeln und sonstigen verfügbaren
Materialien. Zur Frage des Zusammenwirkens von Kombi- und Mindestlöhnen
wurden auch ausländische Erfahrungen (insbesondere aus den USA, Großbritannien
und Frankreich) recherchiert und darauf hin analysiert, inwieweit diese Anregungen
für eine mögliche Ausgestaltung einer Kombination von Mindest- und
Kombilöhnen geben. Die Frage der Einpassung von Kombilöhnen in das
bestehende Steuer- und Transfersystem wurde in Kooperation mit Dr. Bruno Kaltenborn
(www.wipol.de) bearbeitet.
Darüber hinaus wurden Zwischenergebnisse aus anderen laufenden Projekten
des Forschungsschwerpunktes FLEX einbezogen (insbesondere RSF,
NIL und MILO).